Vergangene Veranstaltungen:

öffentlicher Gastvortrag: Dr.-Ing. Claudia Lacher-Raschdorff
Do. 17.12.2015, 14:15 – 15:45 Uhr, R 140

Saqqara, Ägypten: Das Grab des Königs Ninetjer (ca. 2785-2742 v. Chr.)

 

Die Nekropole Saqqara befindet sich ca. 25 km südwestlich von Kairo auf der Westseite des Nils. Dort sind die Königsgräber der 2. Dynastie entlang eines Wadis angelegt worden. Bei der Grabanlage handelt es sich um ein unterirdisches Felsgrab, welches in Stollenbauweise in das gewachsene Kalksteinmassiv getrieben wurde. Der unterirdische Komplex erstreckt sich über eine Fläche von ca. 77,00 m x 50,50 m und ist in 192 Räume, Gänge und kleine Kammern gegliedert, die labyrinthartig den Felsen durchziehen. Ursprünglich befand sich oberirdisch wohl ein mit Kalksteinen oder Nilschlammziegeln eingefasster Grabhügel, von dem jedoch keine Reste erhalten sind.

Mit den Methoden der Bauforschung kann die Architektur als eine wichtige historische Quelle genutzt werden. Themenschwerpunkte des Vortrags sind sowohl die Interpretation der Grabanlage als auch die Klärung der Bauplanung und Baudurchführung. Anhand des Großbauvorhabens ‚Königsgrab’ werden die bautechnischen und organisatorischen Kompetenzen der frühen ägyptischen Gesellschaft näher untersucht.

 


 

Ausstellung
04.-25.11.2015, 09-19 Uhr, Foyer Reiff-Museum, Schinkelstraße 1

Ausstellung “Sabbioneta – Idealstadt der Renaissance”

 

Von 2007 bis 2014 hat der Lehrstuhl für Architekturgeschichte (ehem. Baugeschichte) der RWTH Aachen unter der Leitung von Prof. Dr. Jan Pieper die herrschaftlichen Gebäude der UNESCO-Welterbestadt Sabbioneta vermessen und mit den Methoden der historischen Bauforschung untersucht.

Erste Forschungsergebnisse werden in der Ausstellung “Sabbioneta – Idealstadt der Renaissance” (4.–25.11.2015) präsentiert und mit großformatigen Plänen der Bauaufnahmen und Fotografien des Architekturfotografen Reinhard Görner (Berlin) aufwendig illustriert.

 


 

Vortragsreihe (auch KuHG2)
November 2015

Vortragsreihe “Stadt – Kultur – Identität”

 

Begleitend zur Ausstellung stellt die Vortragsreihe die Untersuchungen zur Idealstadt und zum Welterbe Sabbioneta in einen übergreifenden Zusammenhang.

Geladene Wissenschaftler nehmen das Thema “Stadt – Kultur – Identität” aus unterschiedlichen Blickwinkeln ins Visier, um Aspekte der historischen Stadtplanung mit der heutigen Zeit zu verbinden und somit in einem erweiterten Kontext zu diskutieren.

 

4.11.2015, 18.30 Uhr | FO2, Kármán-Auditorium (RWTH Aachen, Eilfschornsteinstr. 15) Christoph Mäckler (TU Dortmund): Die historische Stadt und die europäische Identität

 

11.11.2015, 19.00 Uhr | Couvenhalle, Kármánstr. 17–19, Aachen Eliana Perotti (ETH Zürich): Die Stadt als sozio-kultureller Artefakt – die theoretischen Grundlagen des civic survey

 

18.11.2015, 19.00 Uhr | HKW 1, Hörsaalgebäude Heizkraftwerk, Wüllnerstr. 1, Aachen Elena Svalduz (Università degli Studi di Padova): Patrimonio e ricerca scientifica – il caso di Carpi (Vortrag ggf. in englischer Sprache)

 

25.11.2015, 19.00 Uhr | FO2, Kármán-Auditorium (RWTH Aachen, Eilfschornsteinstr. 15) Tomáš Valena (Hochschule München): Plečniks Ljubljana als humanistischer Stadtumbau

 


 

Internationale Tagung
05.-07.11.2015, Haus Löwenstein (Markt 39, 52062 Aachen)

Internationale Tagung “Bauforschung im Dialog – Erforschen, Erhalten und Erläutern von Welterbestätten”

 

Vom 5.–7. November 2015 veranstaltet der Lehrstuhl für Architekturgeschichte gemeinsam mit der Forschungsstelle Baugeschichte und Denkmalpflege der RWTH Aachen die internationale Tagung “Bauforschung im Dialog – Erforschen, Erhalten und Erläutern von Welterbestätten”, zu der wir Sie herzlich einladen möchten. Alle Informationen zu Konzeption und Inhalt der Tagung sowie die notwendigen technischen Angaben finden Sie im Programmheft (PDF).

 


Antrittsvorlesung: Prof. Dr.-Ing. Anke Naujokat
Mi. 21.10.2015, 17:30 – 19:00 Uhr, Aachen-Münchener-Halle (Aula 1), Hauptgebäude

Antrittsvorlesung: Prof. Dr.-Ing. Anke Naujokat

 

Auf dem „spitzen Hügel“, der die Keimzelle des belgischen Ortes Scherpenheuvel bildet, hatte im späten Mittelalter eine Marienstatue an einem Eichenbaum ihre Wunder verrichtet. Um diesen hochverehrten Platz entwickelte sich kurz nach dem Jahr 1600 ein spektakulärer Wallfahrtsort als architektonisches Manifest des Katholizismus. Den historischen Hintergrund des Projektes bildet der achtzigjährige Krieg mit seinen religiösen und territorialen Auseinandersetzungen zwischen den protestantischen Staaten der niederländischen Republik und den katholischen spanischen Niederlanden im Süden. Erzherzog Albrecht und Infantin Isabella, Regenten der spanischen Niederlande, förderten persönlich die Errichtung einer außergewöhnlichen Kuppelkirche auf siebeneckigem Grundriss, die sich auf der Hügelspitze im Zentrum eines gleichfalls siebeneckigen, sternförmigen Gartens und umgeben von einer siebeneckigen befestigten Stadtanlage erhob.

Die Antrittsvorlesung von Prof. Dr.-Ing. Anke Naujokat gibt Einblick in die Genese, Gestalt und Programmatik des außergewöhnlichen Ensembles in seinen unterschiedlichen Maßstabsebenen vom Städtebau bis zur bildlichen Ausstattung sowie in die Methoden und Fragestellungen des aktuellen Forschungsprojektes.